Schwarzwald und Baar

Kunstwerk Gaia im Dom

Ab sofort ist das Kunstwerk Gaia im Dom in St. Blasien zu sehen. Die detailgetreue Abbildung der Erdkugel mit einem Durchmesser von zehn Metern rotiert in rund drei Metern Höhe unterhalb der Domkuppel und bietet Besucher:innen bis zum 9. November 2025 die einmalige Gelegenheit, die Erde so zu sehen, wie es sonst nur aus dem All möglich ist. Vor der Eröffnung gab der britische Künstler Luke Jerram Einblicke in seine Arbeit.
Mit 1,3 Millionen Mal kleiner als die reale Erdkugel, mit einem Gesamtgewicht von 130 Kilogramm kreist die Kunstinstallation Gaia, ein illuminierter Globus, ab heute unter der 36 Meter weiten Domkuppel von St. Blasien – begleitet von einer eigens für sie geschaffenen Musikkomposition. Bis zum 9. November wird die maßstabsgetreue und dreidimensionale Abbildung unseres Planeten, die aus Originalaufnahmen der NASA zusammengesetzt wurde, im Dom hängen und dort zum Schauplatz zahlreicher Veranstaltungen werden. Die offizielle Eröffnung der Ausstellung fand am Freitag im Beisein zahlreicher Gäste statt.
"Meine Kunstwerke sollen eine Möglichkeit sein, Menschen zusammenzubringen, um über sensible Themen wie beispielsweide den Klimawandel zu sprechen", berichtete der Schöpfer des Kunstwerks in einem Gespräch vor der Eröffnung. Luke Jerram, der zurzeit in Bristol an neuen Ausstellungsprojekten arbeitet und deshalb nicht persönlich anwesend sein konnte, hob die Besonderheit der Ausstellung im St. Blasier Dom hervor: "Sie ist so besonders, weil diese Weltkugel einen Durchmesser von zehn Metern hat und damit die größte Gaia ist, die bisher in Deutschland gezeigt wurde", sagte der Künstler. Er sei gespannt zu sehen, wie die Kunstinstallation in dieser riesigen Kathedrale wirke und freue sich sehr darauf, "das Verhältnis dieser großen Weltkugel zur großen Kuppel zu sehen", erklärte Jerram.
Das Wanderkunstwerk Gaia tourt seit 2018 durch die ganze Welt und wurde bereits an den unterschiedlichsten Orten präsentiert. So war es unter anderem auch in verschiedenen Kirchen ausgestellt. Im Frühjahr 2023 wurde Gaia in der Dresdener Frauenkirche von Marianne Wriedt aus St. Blasien und Hedwig Kaiser aus Häusern gesehen, woraufhin beide die Idee hatten, das Kunstwerk nach St. Blasien zu holen. Ins Leben gerufen wurde die Ausstellung schließlich vom Werbe- und Aktivkreis, der Stadt St. Blasien, dem Kolleg und der Seelsorgeeinheit St. Blasien sowie der Hochschwarzwald Tourismus GmbH. Gefördert wurde das Projekt durch die Erzbischof Hermann Stiftung.
"Ich war schon einige Male in Deutschland, aber ich war noch nie im Schwarzwald", antwortete der Künstler auf die Frage, ob er schon einmal in der Region gewesen sei und ergänzte: "Es sieht auf Fotos wirklich wunderschön aus – ich merke, dass ich da etwas verspasst habe", sagte Jerram.
Auf die Frage, was ihn zu Gaia inspiriert habe, nannte Jerram den erstmals vom Autor Frank White beschriebenen sogenannten Overview-Effekt. Seit Jahrtausenden hätten die Menschen den Mond angeschaut. Sein Anblick habe alle Kulturen geprägt und zu Kunstwerken inspiriert. Doch der Blick von außen auf die Erde sei relativ jung, erläuterte der Künstler. Als Apollo 8 im Jahr 1968 zum Mond aufbrach und ein Astronaut die Kamera umdrehte, sei das Bild vom blauen Planeten, der in der Dunkelheit schwebt, um die Welt gegangen. Damals habe eine neue Wahrnehmung stattgefunden, sei ein neues Bewusstsein für die Heimat der Menschheit entstanden.
Gaia sei ein Kunstwerk, das auf die Thematik der planetaren Gesundheit aufmerksam machen soll, betonte Jerram: "Man sieht die Fragilität der Erde, aber auch ihre Stärke. Es stellt sich das Gefühl ein, dass mit dem Erdball eigentlich alles in Ordnung ist, dass er momentan lediglich an der Menschheit krankt. Als Künstler kann ich Dinge, zum Beispiel die Klimakrise, anders kommunizieren als es Wissenschaftler können und das gibt mir auch eine gewisse Verantwortung, solche Themen zu vermitteln."
Auf die Frage, ob ihn Naturwissenschaften generell besonders interessieren, antwortete der Künstler: "Naturwissenschaftler, Künstler und Ingenieure –sie alle interessieren sich dafür, woraus die Welt gemacht ist und wie die Dinge funktionieren. Wir finden oft verschiedene Antworten, aber wir stellen alle dieselben Fragen. Ich arbeite viel mit Wissenschaftlern und Ingenieuren zusammen, um meine Kunstwerke zu entwickeln. Für Gaia habe ich mit einer Firma, die Heißluftballons herstellt, zusammengearbeitet, hochauflösendes Bildmaterial der NASA verwendet und einen kleinen Motor benutzt, der dafür sorgt, dass sich die Weltkugel langsam dreht. Manchmal braucht es gar keine künstlerische Interpretation, sondern nur eine so detaillierte Präsentationsweise – denn die Natur an sich ist schön."
Von zentraler Bedeutung für den Künstler sei außerdem, dass Gaia ein Ort der Begegnung sein soll: "Meine Kunstwerke erlauben verschiedene Zugangsweisen. Wenn man sich Gaia als Umweltaktivist anschaut, wird man es anders erfahren, als wenn man ein Hobby-Meterologe oder ein Lehrer ist. Ein verliebtes Paar genießt es vielleicht einfach, unter Gaia entlang zu spazieren und Kinder haben Spaß, darunter hin und her zu rennen. Dass meine Kunstwerke solche Spielräume eröffnen, ist mir wichtig. Ich mag den Aspekt, dass das Kunstwerk anderen Menschen den Raum gibt, um selbst kreativ zu werden", konstatierte Jerram.
Die Gaia-Ausstellung wird von einem vielfältigen Rahmenprogramm begleitet. Unter anderem finden vier hochkarätige Klassikkonzerte im Dom unter der illuminierten Erdkugel statt. 
Die Öffnungszeiten der Gaia-Ausstellung im Dom sind von Montag bis Samstag von 8:30 Uhr bis 18:30 Uhr und sonntags von 12:30 Uhr bis 18:30 Uhr. An den Freitagen wird die Öffnungszeit bis 20:30 Uhr verlängert.
Der Eintritt zur Gaia-Ausstellung ist frei. Um eine Unterstützung durch Spenden wird jedoch gebeten.


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Fahrplananpassung

Auf der Buslinie 870 von Bräunlingen nach Unterbränd kommt es ab Montag 15. September zu Fahrplananpassungen. Grund hierfür sind die geänderten Abfahrtszeiten der Schienen-Ersatzverkehr-Busse am Bahnhof Bräunlingen.

Durch die Änderungen können die Anschlüsse vom Regionalbusverkehr an die Schienen-Ersatz-Busse in Richtung Donaueschingen und Villingen oder zurück weitgehend sichergestellt werden. Es kommt zu Fahrzeitverschiebungen und vereinzelt zu Fahrtausfällen auf der Regionalbuslinie 870.

Den neuen Fahrplan der Buslinie 870 sowie weitere Informationen zum Schienen-Ersatzverkehr gibt's unter www.mein-move.de.

11.9.25


Polizeirevier hat neue Leitung


Das Polizeirevier Villingen hat mit Daniel Heuseck einen neuen Chef. Der nach erfolgreichem Studium an der Deutschen Hochschule für Polizei in Münster in das Polizeipräsidium Konstanz zurückgekehrte, frischgebackene 33-jährige Polizeirat kann auf eine interessante Vitazurückblicken. In der Doppelstadt Villingen - Schwenningen geboren, führte ihn die Polizeikarriere seit 2011 nach Ausbildung und anfänglicher Verwendung im heimatnahen Bereich als Streifenbeamter beim Polizeirevier Schwenningen an verschiedene Wirkungsstätten, so zum Polizeirevier Spaichingen, zurFührungsgruppe der Schutzpolizeidirektionsleitung in Tuttlingen und - auf demWeg in den höheren Polizeivollzugsdienst - auch zum Führungs- / Einsatzstab des Polizeipräsidiums in Konstanz und ins Innenministerium nach Stuttgart. NachAbschluss des Masterstudienganges kehrte der verheiratete Vater von zwei Kindern nun zurück und trat zum 01.10.24 die Nachfolge des langjährigen, mittlerweilepensionierten Thomas Barth an. Heuseck wird damit ein neues Kapitel in derGeschichte des Polizeireviers Villingen aufschlagen, seine Familie wird den vonnun an deutlich kürzeren Weg zur Arbeit sicherlich begrüßen.

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Kulinarische Hinterwälder Wochen im Biosphärengebiet Schwarzwald

"Mit Genuss die Landschaft erhalten" – so lautet das Motto der Kulinarischen Hinterwälder Wochen, die vom 1. bis zum 15. Oktober bereits zum sechsten Mal im Biosphärengebiet Schwarzwald stattfinden. Insgesamt 21 Gastronomiebetriebe aus dem Südschwarzwald präsentieren für zwei Wochen mindestens drei Gerichte vom Hinterwälder Rind auf ihren Speisekarten.

Ein besonderer Auftakt zu den Aktionswochen ist eine kulinarische Hofführung auf dem Leopoldhof in Fröhnd (Kreis Lörrach) mit der Familie Zimmermann am 3. Oktober ab 11 Uhr. "Wir wollen unseren Besuchern zeigen, wie Hinterwälder Rinder gehalten werden und wie sie zur Offenhaltung unserer Schwarzwaldlandschaft beitragen", sagt Biolandwirtin Daniela Zimmermann. Wer teilnehmen möchte, kann sich hier anmelden: Biosphaerengebiet-Schwarzwald@rpf.bwl.de oder telefonisch unter 07673 889-402 4370.

Die Kulinarischen Hinterwälder Wochen garantieren faire Preise für landwirtschaftliche Betriebe und sorgen für kurze Transportwege, um eine möglichst stressarme Schlachtung zu gewährleisten. Zudem unterstützen sie die Offenhaltung der artenreichen Allmendweiden im Südschwarzwald. "Das Biosphärengebiet ist bekannt für seine seltenen und geschützten Borstgrasrasen und trägt europaweit Verantwortung dafür. Das Hinterwälder Rind spielt eine entscheidende Rolle beim Erhalt dieses Lebensraums", erklärt Walter Kemkes, Geschäftsführer des Biosphärengebiets.

Dank seines charakteristischen Fressverhaltens und des vergleichsweise geringen Köpergewichts sorgt die alte Nutztierasse für genau das richtige Maß an Strukturveränderungen auf den steilen Bergweiden. Dadurch können seltene Pflanzenarten wie die Arnika oder das Katzenpfötchen gedeihen, was zu einer einzigartigen Artenvielfalt führt.

Das Fleisch für die Hinterwälder Wochen kommt von acht Landwirtinnen und Landwirten aus den Landkreisen Lörrach, Waldshut und Breisgau- Hochschwarzwald. Die Tiere werden in kleinen Gruppen die gesamten Sommermonate über auf der Weide gehalten.

Die an den Kulinarischen Hinterwälder Wochen beteiligten gastronomischen Betriebe liegen zwischen Freiburg, Feldberg, Hinterzarten, dem Hotzenwald, dem Wiesental und dem Belchen: https://www.biosphaerengebiet-schwarzwald.de/kulinarische-hinterwaelder-wochen

Das kleine Hinterwälder Rind ist optimal für die Landschaftspflege im Schwarzwald geeignet. Foto: Clemens Emmler

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