In der Wirtschaft
Einkaufen am Sonntag in Konstanz
Am Sonntag, 12. Oktober, laden gleich drei Veranstaltungen dazu ein, Konstanz am Bodensee mit allen Sinnen zu erleben: der Verkaufsoffene Sonntag mit großem Rahmenprogramm von 12 bis 17 Uhr, der Konstanzer Bio-Markt mit Ständen auf der Konzilmole von 12 bis 18 Uhr und die feierliche, offizielle Eröffnung des Bahnhofsplatzes ab 10:30 Uhr.
ShoppingGenuss, SinnesImpulse & Verkaufsoffener SonntagMit über 400 Einzelhandelsgeschäften und dem LAGO als attraktivstem Shopping-Center am Bodensee läd die StadtSchönheit Konstanz ein, durch die romantischen Gässchen zu schlendern und dabei die attraktive Auswahl an Shopping-Ideen zu entdecken. Von den neuen Herbst- & Winterkollektionen über inspirierende Dekorations- & Designideen bis hin zu aktuellen Trends und Geschenk-Tipps: In kleinen, inhabergeführten Boutiquen, Sport-, Bekleidungs-, Schmuck- und Schuhgeschäften sowie großen Markenhäusern ist für jeden Geschmack etwas dabei. Abgerundet wird der Verkaufsoffene Sonntag durch ein facettenreiches Gastronomieangebot an verschiedenen Orten der Innenstadt.
Geschichtsinteressierte haben bei kostenfreien Führungen in den Stadttürmen die Gelegenheit, Einblicke in die Vergangenheit der Stadt zu erhalten: Der Pulverturm ist zur Besichtigung von 12 bis 17 Uhr geöffnet, im Schnetztor finden von 13 bis 17 Uhr stündlich Führungen statt (letzte Führung: 16 Uhr) und der Rheintorturm inklusive Fasnachtsmuseum öffnet von 14 bis 17 Uhr. Auf dem Augustinerplatz präsentieren sich verschiedene Vereine mit spannenden Mitmachaktionen.
Besonderes Highlight: Die feierliche Eröffnung des Bahnhofplatzes
Nach umfassender Neugestaltung wird die zentrale Verkehrs- und Begegnungsader offiziell eingeweiht. Gäste und Einheimische können sich künftig über einen modernisierten Platz freuen, von dem aus sie zuverlässig die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen können. Auch die direkt am Bahnhof gelegene Tourist-Information ist in diesem Zuge noch besser erreichbar. Die Eröffnung startet gegen 10.30 Uhr. Offizielle Ansprachen werden gehalten und eine Live-Band sorgt für musikalische Begleitung. Danach wird es ein buntes Programm geben – unter anderem mit der Konstanz Bar vor Ort.
Tipp: Kostenlose Stadtführungen
Im Rahmen des Verkaufsoffenen Sonntags gibt es die Möglichkeit, eine Auswahl des großen Stadtführungsangebots kostenlos zu entdecken und Konstanz aus neuen, historischen Perspektiven kennenzulernen.
Dieses Jahr gibt es folgende Touren:
14 Uhr: Konstanz in Kürze
15 Uhr: Geheimnisse der Niederburg
16 Uhr: Die Pest in Konstanz
Treffpunkt ist vor dem Münster Hauptportal, Dauer jeweils 1 Stunde. Maximal 25 Personen pro Führung, Anmeldung in der Tourist-Info erforderlich.
NATÜRlich Konstanz: Bio-Markt
Am 12. Oktober 2025 findet auf der Konzilmole der beliebte Konstanzer Bio-Markt statt: Von 12 bis 18 Uhr präsentieren rund 20 Stände saisonale und regionale Bio-Produkte. Besucher:innen können die Menschen hinter den Produkten kennenlernen und verschiedene Köstlichkeiten probieren. Kulinarischer Höhepunkt ist die Käse-Wein-Verkostung der Demeter-Weine von Riegel Bioweine mit handwerklich hergestelltem Käse der Hofgemeinschaft Heggelbach, Gewinner des Bundeswettbewerbs Ökologischer Landbau 2025. Beim Pilz-Workshop von Fungi Feeds lernen die Teilnehmer:innen, Holzstämme zu beimpfen und eigene Pilze zu züchten. Außerdem gibt es beim Bio-Markt-Quiz leckere Preise zu gewinnen.
Die Marketing & Tourismus Konstanz GmbH (MTK) organisiert den Verkaufsoffenen Sonntag gemeinsam mit dem Treffpunkt Konstanz e. V., die Eröffnung des Bahnhofplatzes zusammen mit der Stadt Konstanz und den Bio-Markt in Kooperation mit der Bio-Musterregion Bodensee.
Weitere Infos und das gesamte Programm: www.konstanz-info.com/verkaufsoffener-sonntag
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Badischer Weinbauverband informiert zur Weinlese
"Der Weinbau im Land steht vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen, die sich zum Beispiel im Preisanstieg bei Produktionsmitteln, der sinkende Weinnachfrage und im Preis- und Konkurrenzdruck auf dem Weinmarkt widerspiegeln. Zusätzlich könnten die angehobenen Einfuhrzölle von 15 Prozent für Wein in die USA den Preisdruck am deutschen Weinmarkt erhöhen. Es ist damit zu rechnen, dass wichtige europäische Ausfuhrländer, wie Italien, Spanien und Frankreich, versuchen mehr Wein auf dem deutschen Markt abzusetzen. Daher entlasten wir unsere Winzerinnen und Winzer, stärken zum Beispiel Steillagen und kleine Flächen und entwickeln die Mehrgefahrenversicherung weiter. Als Weinbauminister setze ich mich zusammen mit der Weinbranche dafür ein, dass wir gemeinsam langfristige Perspektiven für die Weinwirtschaft in Baden-Württemberg entwickeln", sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, anlässlich der Herbstpressekonferenz des Badischen Weinbauverbandes e.V. in Müllheim.
Jahrgang 2025 mit sehr guten Aussichten
Bei guten Witterungsbedingungen war ein früher Austrieb zu verzeichnen. Der Blühbeginn der Weinrebe datiert auf Ende Mai.
Der Sommer war geprägt von ausreichenden Regenmengen und warmer Witterung. So zeigen sich die Weinberge insgesamt in einem sehr guten Zustand. Seit Anfang September sind die Winzerinnen und Winzer mit der Ernte beschäftigt. Ihre gute Arbeit in und mit der Natur lässt auf einen sehr guten Weinjahrgang 2025 hoffen. "Unsere Winzerinnen und Winzer verbinden Herkunft und Handwerk – das schmeckt man im Glas: charaktervolle, lebendige Weine aus Baden, die Freude machen", sagte Minister Hauk.
Weinmarkt unter Druck – Baden-Württemberg handelt
Im globalen Umfeld nimmt der Weinkonsum, und damit die Nachfrage nach Wein, ab. Weil die Betriebsmittel in der Produktion teurer geworden sind, sinken die Erlöse für die Erzeugerbetriebe. "Um gegenzusteuern hat das Land Baden-Württemberg bereits im Januar 2025 ein Sofortprogramm Weinbau initiiert. Dieses Sofortprogramm bündelt Hilfen der EU und des Bundes mit Maßnahmen des Landes. Wir wollen die unmittelbare Entlastung der Betriebe in Kombination mit verlässlicher Planungssicherheit für die Zukunft", sagte Minister Hauk. Beispielhaft sei in diesem Zusammenhang das Modellprojekt Zukunftsweinbau Baden.
Was geschieht konkret?
Baden-Württemberg fördert, unterstützt und begleitet im Land drei Tourismusprojekte. Die Weinregionen haben viel für Gäste anzubieten, dies soll weiter ausgebaut werden.
In der Produktion wird der Fördersatz für den Handarbeitsweinbau erhöht. Auch das umweltschonende Verfahren zur Bekämpfung der Traubenwickler mittels Duftstoffe, sogenannten Pheromonen, wird in der Förderhöhe verdoppelt. Für die Zukunft sollen Weinbausteillagen ab einer Hangneigung von 30 Prozent wieder in die Förderung aufgenommen werden. Auch die Pflege und Bearbeitung von Klein- und Kleinstflächen wird ab dem Jahr 2026 unterstützt. Darüber hinaus etabliert das Land bei der Förderung der Mehrgefahrenversicherung jetzt auch durch Hagel bedingte Schäden.
"Mein Dank gilt allen Winzerinnen und Winzern, die mit ihrem Engagement und ihren Produkten zum Erhalt des Weinbaus, der Weinkultur und der Kulturlandschaft beitragen. Ich wünsche Ihnen allen eine erfolgreiche Weinlese mit guten Erträgen", sagte Minister Hauk.
Konjunktur-Pressekonferenz
Die regionale Wirtschaft bleibt weiter zugeknöpft und hat wenig Erfolg beim Verkauf ihrer Produkte oder Dienstleistungen.
Dies zeigte sich jetzt eindrucksvoll bei der aktuellen Konjunktur-Pressekonferenz des wvib bei der Firma Sensopart in Gottenheim. Gleich am Empfang wurde der Ausweis zur Legitimation verlangt, was sinnbildlich dafür steht wie vorsichtig sich mittlerweile die Betriebe zwischen Rheinebene und Schwarzwald verhalten. Die Zahlen für eine positive Entwicklung bleiben eher schwach. Es herrscht noch weiterhin eine gedrückte Stimmung, wie wvib-Geschäftsführer Christoph Münzer erläuterte. Das Umsatzplus lag bei 0,95 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Gleich 53,7 Prozent vermeldeten gesunkene Umsätze. Die Belegschaft wurde ebenfalls in den vergangenen Monaten vielfach verkleinert, genauer bei 56,8 Prozent der befragten Unternehmen. Bezüglich der Kapazitätsauslastung hat sich die Situation weiter verschlechtert, denn nur noch 6,6 Prozent meldeten eine verbesserte Auslastung.
Für Christoph Münzer war es indessen seine letzte Pressekonferenz zur Konjunkturumfrage. Ab Januar folgt Hanna Böhme als neue Geschäftsführerin.
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Rüdlin bleibt Vorstand bei Markgräfler Winzer
Im Dezember 2024 wurde die Fusion Markgräfler Winzer eG und Erste Markgräfler Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim eG beschlossen und im April 2025 wurde sie rechtlich vollzogen. Bereits fünf Monate später und pünktlich zum Start der Weinlese am 4. September präsentiert Hagen Rüdlin, geschäftsführender Vorstand der Markgräfler Winzer eG, mit der neuen, leistungsstarken Traubenannahme am Standort Efringen erste sichtbare Synergien. Herzstück sind vier Pressen mit jeweils 20 Tonnen Kapazität. Die Schlagkraft wird zusätzlich durch flexible Annahmemöglichkeiten gesteigert, die sowohl Folienkipper als auch Lesebehälter von bis zu 1,2 Tonnen pro Stück verarbeiten können.
Vor der Fusion geplant – durch Zusammenschluss optimiert
Die Entscheidung für diese wegweisende Modernisierungsmaßnahme mit einem Investitionsvolumen von rund zwei Millionen Euro war in Efringen-Kirchen bereits vor der Fusion gefallen. Durch den Zusammenschluss konnten die ursprünglichen Planungen jedoch entscheidend weiterentwickelt werden – nicht zuletzt, weil geeignete Komponenten der erst zwei Jahre alten Traubenannahme in Schliengen nahtlos in die neue Struktur integriert wurden. Für Hagen Rüdlin ist dies ein Musterbeispiel für gelebte Fusion und Effizienz sowie ein klares Bekenntnis zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit – ein verantwortungsvoller und wirtschaftlich bedeutsamer Schritt.
Zur verbesserten Traubenlogistik und als praktische Unterstützung der Winzerschaft wurden zusätzlich 500 zeitgemäße Lesebehälter angeschafft. Parallel zur neuen Annahme wurde die Pressentechnik vollständig erneuert. Das Resultat ist eine deutlich schnellere Verarbeitung bei gleichzeitig höherer Qualität. "Diese fortschrittliche Infrastruktur steht für unsere Überzeugung, dass der Weinbau in der Region nur mit einer konsequent zukunftsorientierten Ausrichtung Bestand haben wird. Die Zukunft unserer Winzerfamilien haben wir dabei immer im Blick. Wir wollen nicht abwarten, sondern gestalten", so Rüdlin.
Erhalten, was erhaltenswert ist.
Innerhalb der neuen "Markgräfler Familie" behalten auch der Standort Schliengen sowie die Schliengener Lagen und Weine eine wichtige Rolle in der künftigen Positionierung, an der mit Nachdruck gearbeitet wird. Das überzeugt die Schliengener Winzerschaft, wie z.B. Michael Lämmlin: "Für uns in Schliengen ist es wichtig zu sehen, dass unser Standort und unsere Lagen auch in der neuen Markgräfler Familie ihren festen Platz haben. Die Nutzung der Lagerflächen und Formate wie die Schliengener Weinzeiten zeigen uns, dass die Fusion nicht nur Strukturen zusammenführt, sondern auch das Miteinander stärkt. Es ist schön zu erleben, wie Winzerinnen, Winzer und Bürgerinnen und Bürger gemeinsam an dieser neuen Zukunft mitwirken."
Kontinuität in der Führung
Als Vertrauensbeweis für die gute Führung und erfolgreiche Ausrichtung verlängerte die Markgräfler Winzer eG den Vertrag von Hagen Rüdlin als geschäftsführenden Vorstand einstimmig bis zum 30. Juni 2031. "Diese Entscheidung ist Ausdruck großer Anerkennung für die geleistete Arbeit und ein starkes Signal für Kontinuität und Stabilität in bewegten Zeiten", so Georg Denzer, Aufsichtsratsvorsitzender der Markgräfler Winzer eG.

